BuddhaWeg-Sangha

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Handeln ohne Stress

 

Während wir Zazen praktizieren, verfolgen wir kein Ziel. Natürlich gibt es ein Motiv, warum wir ins Dojo kommen. Aber das Motiv bringt uns nur zum Dojo. Im Dojo selbst, in Zazen, geben wir jedes Ziel auf. So können wir völlig Eins sein mit dem gegenwärtigen Augenblick. Wir sind nicht auf  irgendetwas anderes ausgerichtet. So können wir in Ruhe sitzen. Wir machen nichts Anderes als zu sitzen.

Die Praxis, die kein Ziel verfolgt, wird auf Japanisch Mushotoku genannt. Ganz und gar zu sitzen wird Shikantaza genannt. Weil wir Mushotoku und Shikantaza praktizieren, verspüren wir im Dojo keinerlei Stress.

Im Alltag sind wir zumeist auf ein Ziel ausgerichtet, befinden uns in einer Situation und möchten, dass sich die Situation in einer bestimmten Weise ändert: Es besteht ein Unterschied zwischen dem Ist-Zustand und dem Soll-Zustand, und wir bemühen uns, diesen Unterschied aufzuheben. Wir sind also nicht völlig eins mit dem gegenwärtigen Augenblick. Aus dieser Differenz kann Stress entstehen.

Aber auch im Alltag können wir uns wie im Dojo verhalten: Es gibt einen Grund oder ein Motiv, warum wir etwas tun. Aber ab dem Zeitpunkt, ab dem wir es tun, konzentrieren wir uns einzig und allein darauf, es zu tun – völlig in Einheit mit der Situation.

In dem Augenblick, in dem wir völlig auf diese Alltagshandlung konzentriert sind, völlig eins sind mit dem, was wir tun – Mushotoku – und ganz und gar konzentriert sind auf das, was wir tun – Shikan –, fällt die Ursache von Stress ab, und wir können in Ruhe das tun, was wir tun.

 

 

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